Sonntag, 25.02.2018 20:19 Uhr

Kein gutes Wochenende für deutsche Rennfahrer

Verantwortlicher Autor: Klaus Fritzsching Sepang / Malaysia, 02.11.2017, 22:34 Uhr
Presse-Ressort von: Motorradrennsport Bericht 5547x gelesen

Sepang / Malaysia [ENA] Malaysia erwartete die Teams der Moto GP mit ergiebigen Regenfällen und Hitze. Gerade letzteres hatten die Fahrer in Japan und Australien vermisst. Während der Freitag nass war, konnten sich die Piloten am Samstag in der Qualifikation über eine trockene Strecke freuen. Schon zu diesem Zeitpunkt stand ein weiterer Titelträger fest. Domi Aegerter verzichtete bach dem plötzlichen Tod seines Teamchefs auf einen Start.

Als die Moto3 Klasse am Sonntag in die Startaufstellung führ, war kein Wölkchen am Himmel zu sehen. Der neu gebackene Weltmeister hatte in der Qualifikation die Bestzeit gefahren und stand zusammen mit Jorge Martin und John McPhee in der ersten Startreihe. Man musste in der Startaufstellung weit zurückgehen um Philipp Öttl zu finden. Der Deutsche hatte nur Platz 24 erreicht und musste aus Reihe 8 starten. Gewinner des Starts ist eindeutig Jorge Martin, der sich schnell von den Verfolgern absetzen kann. Schon in Runde 2 gab es einen Horrorsturz vom Japaner Suzuki. Er flog in einem hohen Bogen von seiner Honda und schlug hart auf dem Asphalt auf. Doch er selbst blieb unbeeindruckt und stieg wieder auf sein Bike. Das war allerdings kaputt.

In Runde 8 hatte Joan Mir die Lücke zu seinem Landsmann Martin geschlossen. Dahinter eine größere Gruppe, die um den Anschluss kämpfte. In dieser Gruppe auch Lokalmatador Adam Noroddin, der aber in Runde 11 zu Sturz kommt. Doch der Malaye steigt sofort wieder auf sein Bike und belegt am Ende noch Platz 11. Vorn ist es jetzt ein Dreikampf um den Sieg. Denn auch Enea Bastianini hat den Sprung in die Spitzengruppe geschafft. Doch 3 Runden vor Rennende macht Weltmeister Joan Mir ernst. Er startet einen Ausreißversuch, der gelingt. Der Spanier fährt nicht nur seinen zehnten Saisonsieg ein, sondern ist in dieser Saison auch der erste, der nach der Pole auch einen Sieg einfahren kann.

Im Kampf um Platz 2 kann sich Martin gegen Bastianini durchsetzen. Der Belgier Livio Loi wird Vierter vor McPhee, Migno und Fenati, Canet, Di Giannantonio und Bendsneyder komplettieren die Top 10. Philipp Öttl schaffte es nicht in die Punkte zu fahren. Er kam auf Platz 16 über die Ziellinie. Von den 31 gestarteten Fahrern erreichten nur 24 das Ziel. Zu den Sturzopfern zählten neben dem anfangs erwähnten Suzuki auch Darryn Binder, Danilo, Antonelli, Dalla Porta und Gaststarter Kasmayudin. Da in der Gesamtwertung die Podestplätze mit Mir, Fenati und Canet fest stehen, geht es im letzten Rennen in Valencia nur noch um den Tagessieg und einen guten Saisonabschluss.

Schon am Samstag stand der Weltmeister in der Klasse Moto2 fest. Franco Morbidelli konnte nicht mehr gefährdet werden, da der Schweizer Tom Lüthi am Freitag gestürzt war und sich einen Bruch des Sprunggelenkes zugezogen hatte. Somit fiel der Endkampf um den Weltmeistertitel ins Wasser. Der neue Weltmeister Franco Morbidelli hatte sich die Poleposition gesichert und stand gemeinsam mir Oliveira und dem Franzosen Quartararo in Startreihe 1. Dahinter in Startreihe 2 Marcel Schrötter. Sandro Cortese war 2 Reihen dahinter zu finden. Schon kurz nach dem Start dezimierte sich das Feld bei 2 Massencrashs.

Beim ersten erwischte es die Fahrer Marini, Pawi und Axel Pons. Sekunden später erwischte es auch Alex Marquez. Doch sowohl er, wie auch Pons konnten weiterfahren. Noch in der gleichen Runde räumte Sandro Cortese den Japaner Nakagami ab. Während es Alex Marquez fertigbrachte gleich noch einmal zu stürzen, hatte sich vorn der Portugiese Miguel Oliveira abgesetzt. Nach 5 Runden hatte er über 2 Sekunden Vorsprung auf Morbidelli, Bagnaia, Binder.und Quartararo. In der nächsten Gruppe kämpften Pasini, Syahrin, Manzi und Schrötter um den Anschluss. Fünf Runden später das gleiche Bild, nur das Quartararo den Anschluss verloren hatte.

Leider stürzte dann auch Marcel Schrötter. Er konnte weiterfahren, schaffte es aber nicht mehr in die Punkteränge. Gegen Ende entwickelte sich das Rennen zu einer Demonstrationsfahrt für KTM. Denn auch Brad Binder konnte sich von Morbidelli lösen. Es wurde nach Australien der erneute Doppelsieg für KTM. Hinter Oliveira und Binder wurde Morbidelli Dritter. Pasini wurde Vierter vor Bagnaia, Syahrin, Quartararo und Vierge. Tom Lüthi hat Zeit seine Verletzung auszukurieren. Denn sowohl Platz 2 in der Gesamtwertung für Lüthi, wie auch Platz 3 für Oliveira stehen schon vor dem letzten Saisonrennen in Valencia fest. Für Marcel Schrötter und Sandro Cortese geht es um einen guten Saisonabschluss.

Im Fahrerfeld der Königsklasse MotoGP fehlt weiterhin der erkrankte Jonas Folger. Für ihn saß der Holländer Michael van der Mark, der aus der Superbike WM kommt, auf der Monster Tech3 Yamaha. Außerdem fehlte Aprilia Pilot Aleix Espargaro wegen einer Handverletzung. Der im Gesamtklassement führende Weltmeister Marc Marquez hatte in den Trainings und der Qualifikation Schwierigkeiten mit seiner Honda. Er startete nur aus Reihe 3. In der ersten Startreihe sein Teamkollege Dani Pedrosa sowie Johann Zarco und Andrea Dovizioso. Im Gegensatz zu Moto2 und Moto3 musste die MotoGP auf nassem Untergrund starten. Alle Fahrer hatten die Regenreifen aufgezogen.

Der Franzose Johann Zarco setzte sich vehement an die Spitze und fuhr eine Lücke auf die Verfolger Lorenzo, Marquez und Dovizioso auf. Nach 5 der 20 zu fahrenden Runden hatte der Franzose 1,7 Sekunden Vorsprung auf Lorenzo, der seinerseits einen kleinen Vorsprung auf seinen Teamkollegen Dovizioso hatte. Vier Sekunden hinter dem Vierten Marquez kämpfte Pedrosa um den Anschluss. In den folgenden Runden verkürzte Lorenzo den Abstand zu Zarco immer weiter. In Runde 9 ging er am Franzosen vorbei an die Spitze. Eine Runde später wurde Zarco auch von Dovizioso überholt. Auch Marquez versuchte an den Franzosen heranzufahren, gab dieses Unterfangen dann aber auf.

In Runde 16 machte Lorenzo einen Fehler und Dovizioso ging vorbei. Viele sprachen danach von Stallorder, da Lorenzo auf einen Konter verzichtete. Da Dovizioso seinen sechsten Saisonsieg einfahren konnte und Marquez hinter Zarco nur Vierter wurde, ist die Titelvergabe auf das Letzte Rennen in Valencia vertagt. Allerdings hat Marquez 21 Punkte Vorsprung und ihm genügt Platz 11 zur Titelverteidigung. Platz 5 ging in Sepang an Pedrosa, der vor Petrucci, Rossi und Miller über die Linie kam. Maverick Vinales, der lange in der Saison mit um den Titel kämpfte, wurde nur Neunter vor Pol Espargaro. Ersatzfahrer van der Mark blieb mit Platz 16 ohne Punkte.

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