Donnerstag, 24.05.2018 10:20 Uhr

Saisonfinale in Losail

Verantwortlicher Autor: Klaus Fritzsching Losail / Qatar, 09.11.2017, 15:19 Uhr
Presse-Ressort von: Motorradrennsport Bericht 6134x gelesen

Losail / Qatar [ENA] Das Saisonfinale der Klassen Superbike und Supersport fand in Qatar unter Flutlichtbedingungen statt. Leider wie so oft ohne deutsche Starter. Während der Titel in der Klasse Superbike schon seit Wochen an den Briten Jonathan Rea schon seit Wochen vergeben ist, ist er in der Klasse Supersport noch vakant. Denn der verletzte Titelverteidiger Kenan Sofuoglu ging an den Start.

Schon am Freitag fand das erste Rennen in der Klasse Superbike statt. Kurz zuvor hatten sich Rea, Lowes und Sykes in der Superpole für die erste Startreihe qualifiziert. Es fehlte das IODA Team mit Mercado, denen wahrscheinlich das Geld ausgegangen ist. Der amtierende Weltmeister Jonathan Rea ließ nichts anbrennen und setzte sich sofort nach dem Start ab. Dahinter mit etwas Abstand Alex Lowes und Tom Sykes. Für Honda ging es wie schon in der ganzen Saison trostlos weiter. Denn Giugliano fuhr mit technischen Problemen an die Box und gab auf. Gaststarter Gagne aus den USA fuhr mit der zweiten Honda am Ende des Feldes

Nach 8 der 17 zu fahrenden Runden lag Rea über 3 Sekunden vor Davies, Fores, Lowes und Melandri. In Runde 11 fehlte plötzlich der Brite Alex Lowes. Er hatte seine Yamaha und damit auch einen möglichen Podestplatz weggeworfen. Vorher war schon sein Teamkollege Michael van der Mark gestürzt. Also Totalausfall für das Yamaha Werksteam. Vorn waren die Podestplätze geklärt. Rea gewann überlegen mit 5 Sekunden Vorsprung auf Chaz Davies, der seinerseits 5 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Marco Melandri hatte. Laverty wurde Vierter vor Savadori, Sykes und Torres. Die Top 10 wurden komplettiert durch Guintoli, Camier und Ramos. Es wurden nur 14 der 20 gestarteten Fahrer im Ziel gewertet.

Viele hatten es schon vermutet, doch das Kenan Sofuoglu nach seinen schweren Verletzungen dann doch auf seine Kawasaki stieg, verwunderte auch Andere. Der noch amtierende Weltmeister hatte in dieser Saison bei immerhin 5 der 12 zu fahrenden Rennen gefehlt. Dennoch hatte er noch immer die Chance seinen Titel zu verteidigen. In der Startaufstellung stand der Türke direkt hinter Mahias, der zusammen mit Cluzel und Tuuli in Startreihe 1 stand. Vor dem Rennen betrug der Vorsprung des Franzosen auf Sofuoglu 20 Punkte. Also genügte Mahias Platz 10 um den Titel einzufahren. Schon nach der ersten Runde hatte Sofuoglu den Anschluss zur Spitze verloren.

In der 5er Spitzengruppe neben Mahias der Finne Tuuli, Cluzel, Morais und Caricasulo. Nach 8 Runden hatte sich die Spitzengruppe auf ein Trio mit Mahias, Cluzel und Caricasulo verkleinert. Noch Weltmeister Sofuoglu war in der Verfolgergruppe, die 2 Sekunden hinter den Spitzenreitern um den Anschluss kämpfte. Vorn fuhr Mahias nicht auf Platz, sondern auf Sieg. Er und sein Landsmann Cluzel lieferten sich ein packendes Duell, bei dem Caricasulo den Anschluss verlor. Dahinter fuhr Kenan Sofuoglu die schnellste Rennrunde und war in der vorletzten Runde am Hinterrad von Caricasulo angekommen. So begann noch einmal der Kampf um Platz 3.

An der Spitze tobt der gleiche Kampf. Den entscheidet Mahias für sich. Somit krönt der Franzose seinen Titel als Supersport Weltmeister auch noch mit dem Sieg in Qatar. Hinter dem Zweiten Jules Cluzel erreicht Sofuoglu noch das Podest und verwies Caricasulo auf Platz 4. Auf Platz 5 Anthony West, der damit wieder einmal seine Klasse unter Beweis stellte. Für den Australier gibt es dennoch noch kein Team für das nächste Jahr. Nikki Tuuli wird Sechster vor Morais, Stapleford, Gino Rea und Kyle Smith. Schon jetzt beginnen für viele Teams die Vorbereitungen für die neue Saison. Leider wird es 2018 keine Rennen im Rahmen der Superbike WM in Deutschland geben.

Den Abschluss der Saison 2017 bildete das zweite Rennen der Klasse Superbike. Nach geänderter Startaufstellung stand der Sieger des Vortages Jonathan Rea auf Startplatz 9 in Reihe 3. Doch schon in Runde 1 arbeitete sich der Brite bis auf Platz 4 vor. In Führung Chaz Davies vor Sykes und Laverty. In der vierten Runde lag Rea dann schon eine Sekunde vor seinen Kontrahenten. Schon in der Anfangsphase des Rennens hatte sich das Feld durch Stürze von Torres und Sykes sowie einem technischen Ausfall von Savadori dezimiert. Durch den Ausfall von Sykes hatte sich auch der Kampf um Platz 2 in der Gesamtwertung zwischen dem Briten und seinem Landsmann Davies erledigt.

Rea hielt den Abstand in den nächsten Runden konstant. Dahinter löst sich Davies aus der Verfolgergruppe mit den beiden Yamaha Piloten Lowes und van der Mark. Jonathan Rea fuhr an der Spitze den Saisonsieg Nummer 16 ein. Für seine grandiosen Erfolge wird der Brite noch in diesem Jahr von der Queen zum Ritter geschlagen. Somit wird er im nächsten Jahr als Sir Jonathan Rea auf die Kawasaki steigen um seinen Titel erneut zu verteidigen. Wie auch in der Gesamtwertung fuhr Davies auf Platz 2. Nach seinem Sturz vom Vortag, als er den Podestplatz im Kiesbett versenkte, lief diesmal alles glatt bei Alex Lowes und er stand als Dritter auf dem Podest.

Sein Teamkollege Michael van der Mark wurde Vierter vor Fores, Melandri und Laverty. Die Top 10 wurden komplettiert durch Guintoli, Camier und Ramos. In den 26 Saisonrennen gab es mit Rea, Davies, Sykes und Melandri nur 4 verschiedene Sieger, Bei den Marken gibt es mit Kawasaki und Ducati nur 2 Fabrikate, die Siege einfahren konnten. Besonders schlecht lief es für die neue Fireblade von Honda. Es bleibt abzuwarten ob Stefan Bradl im nächsten Jahr noch eine Werksmaschine pilotieren kann. Er wäre auch mit einem Posten als Testfahrer für eines der großen Werke einverstanden. Als Fan der Superbike WM müssen die Deutschen im nächsten Jahr wieder nach Brno fahren.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.