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Deutschland mit der Bahn entdecken 4

Verantwortlicher Autor: Klaus Fritzsching Leipzig, 30.04.2018, 17:36 Uhr
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Leipzig [ENA] Das Stadtmuseum Leipzig Entspannt und bequem die Sehenswürdigkeiten in Deutschland entdecken, das kann man mit der Bahn und dem öffentlichen Nahverkehr. Keine Staus auf der Autobahn und keine qualvolle Parkplatzsuche. Besonders wenn man älter wird, steigt man lieber auf die Bahn um. In dieser Artikelserie soll es keine Aufzählung der verschiedenen Möglichkeiten geben, sondern die einfachste Lösung aufgezeigt werden

Leipzig, die Stadt der Messe, der Musik und des Buches. In dieser Stadt holte sich Goethe die Inspiration für seinen Faust und wirkte Johann Sebastian Bach. Im Stadtmuseum erfährt man viel von der Geschichte von der Stadtgründung bis in die heutige Zeit. Die Ausstellungsräume befinden sich im alten Rathaus. Dies ist vom Hauptbahnhof an besten mit allen S Bahnen in Richtung Stadtmitte vom Tiefbahnhof aus zu erreichen. Man fährt nur eine Station bis Leipzig Markt, fährt mit der Rolltreppe nach oben und steht schon vor dem Rathaus. Geöffnet ist das Museum von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Alle unter 18 haben freien Eintritt. Erwachsene zahlen 6 Euro, ermäßigt kostet es 4 Euro.

Es gibt viel für wenig Geld zu sehen. Das alte Rathaus selbst ist ein Hingucker. Im Keller die Reste alter Gefängniszellen, weiter oben der wundervolle Ratssaal mit den Porträts der Bürgermeister vergangener Zeit. Es beginnt mit der Besiedlung durch die Sorben um 600. Weiter geht es bis zur erstmaligen Erwähnung durch Kaufleute im Jahr 1218. Damals hatte Leipzig um die 3000 Einwohner.. Später wurde Leipzig bekannt als Messestadt, Stadt der Bücher,und Musikstadt. Zu sehen sind Stadtmodelle aus verschiedenen Jahrhunderten und prägnante Objekte wie der Lutherbecher, ein Geschenk vom Schwedenkönig Gustav Adolf an Luther und einige Gemälde von Lucas Cranach d.J., sakrale Gegenstände, alte Möbel und Münzen.

Weiter geht es in die Hochzeit der Musik. In Leipzig wirkte neben Bach später auch Richard Wagner, Mendelssohn, Liszt und Schumann. Noch heute gibt es den berühmten Thomanerchor in der Stadt. Schon 1839 gab es die erste Ferneisenbahn Europas von Leipzig nach Dresden. Im Flughafen Halle Leipzig wurde 1927 der Flugbetrieb aufgenommen. Auch aus dieser Zeit gibt es viele Objekte zu bewundern. Wer den Aufstieg in den Dachboden wagt, kann auf Bildschirmen und Lautsprechern die Bombenangriffe des 2. Weltkrieges erleben. Wider abgestiegen geht es in die jüngere Stadtgeschichte. Die Zeit der DDR als die Stadt dem Verfall preisgegeben wurde bis zur Wendezeit.

Denn Leipzig gilt auch als Auslöser des Widerstands 1989, der zur Vereinigung der beiden deutschen Staaten ein Jahr später führte. Wer diese Ausstellungen genießen möchte, kann ruhig 3 bis 4 Stunden einplanen. Da es Aufzüge gibt, können auch Rollstuhlfahrer das Museum besuchen. Zum Komplex der Stadtgeschichte gehören außerdem das Völkerschlachtdenkmal, das Haus in der Böttchergasse, das Kindermuseum, das Schillerhaus, die alte Börse, das Sportmuseum sowie das Museum zum Arabischen Coffe Baum. Ganz besonders empfehlenswert ist der Besuch im Dezember. Denn dann kann man den Museumsbesuch mit dem Besuch des bekannten Weihnachtsmarktes vor dem Rathaus verbinden.

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